Haushaltsbuch App

Haushaltsbuch App Ratgeber

Spätestens dann, wenn am Ende des Geldes häufig noch zu viel Monat übrig bleibt, stellt sich die Frage: „Wo ist bloß das Geld geblieben?“ Wer diese Situation für sich ändern will, sollte ernsthaft daran denken, künftig ein Haushaltsbuch zu führen. Ob klassisch in einem echten Buch per Stift und Zettel, oder mit Hilfe eines digitalen Programms wie mit Excel-Listen, Haushaltsbuch-Programmen oder einer Haushaltsbuch App – ein Haushaltsbuch sorgt für klare Verhältnisse und die notwendige Transparenz. Über die sorgfältige Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben, läßt sich bereits nach kurzer Zeit das vorhandene Budget planen, unnötige oder allzu spontane Geldausgaben lassen sich lokalisieren und im besten Falle vermeiden. Am Ende steht das Ziel, mit dem Einkommen auszukommen. Positiver Nebeneffekt: Wer seine Ausgaben „im Griff hat“, kann für sich am Ende nicht nur finanzielle Freiräume schaffen, sondern auch noch Geld sparen. Mit diesem Artikel erklären wir euch generell das Thema Haushaltsbuch und zeigen auf, wohin der Trend bei diesem Thema geht: der Haushaltsbuch App. Auf dieser Seite werden wir dann in Zukunft verschiedene Haushaltsbücher und Haushaltsbuch  Apps testen und darüber berichten. Doch wieso genau suchen immer mehr Menschen nach einer einfachen Lösung, um bei ihren Finanzen mehr transparenz zu erhalten? 

Eine Haushaltsbuch App kann helfen, denn viele private Haushalte landen vermehrt in der Schuldenfalle

Die Statistiken belegen eine zunehmende Überschuldung privater Haushalte. Allzu oft gerät der Kaufrausch auf Pump zu einem finanziellen Fiasko, die Balance zwischen Anschaffungs- und Sparverhalten verändert sich zum Schlechten, führt nicht selten in die Situation, den eigenen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen zu können. Dabei muss mittlerweile gut ein Viertel des Nettoeinkommens alleine fürs Wohnen und die damit verbundenen Nebenkosten einkalkuliert werden. Neben den üblichen Kosten für Strom, Wasser und Heizung muss das Geld beispielsweise auch für den Telefonanschluß, das Handy, Fahrgeld, Benzin oder die nächste Autorepratur ausreichen.

Der bundesdeutsche Schuldenberg summiert sich mittlerweile auf rund 218 Milliarden Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von durchschnittlich 32.600 Euro entspricht. Fazit: Die Überschuldungsampel steht auf tiefrot, die Aussichten auf eine Verbesserung der Gesamtsituation sind eher trübe. Auch die Finanzunternehmen schlagen Alarm. Sie stellen fest, dass immer weniger Bundesbürger in der Lage sind, Geld auf die hohe Kante zu legen. Die Sparquote erreichte mit nur 9,1 Prozent im Jahr 2015 einen weiteren Tiefstand. Um noch einmal die Statistik zu bemühen: 28 Prozent der über 18-jährigen verfügen aktuell über gar kein Vermögen oder haben sogar Schulden. Trotzdem steigt die Nutzung von Ratenkrediten für Konsumgüter weiter an.

Hilfe wo ist mein Geld? Durchschnittliche Haushaltsausgaben 2015 nach einzelnen Bereichen

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berechnet fortlaufend, wieviel Geld die Haushalte monatlich im Schnitt in welchen Lebensbereichen ausgeben. Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2015:

  • Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren: 208,81 Euro
  • Bekleidung und Schuhe: 74,86 Euro
  • Wohnung, Wasser, Strom, Gas ua. Brennstoffe: 369,65 Euro
  • Einrichtungsgegenstände, Geräte für den Haushalt: 103,60 Euro
  • Verkehr, Naxchrichtenübermittlung: 250,06 Euro
  • Freizeit, Unterhaltung und Kultur: 146,60 Euro
  • Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen: 84,17 Euro
  • Gesundheitspflege, Bildung, Körperpflege, persönliche Gebrauchsgegenstände, Dienstleistungen sozialer Einrichtungen, Versicherungs- und Finanzdienstleistungen und sonstige Dienstleistungen: 110,59 Euro

 

Die Lösung: Mit einem Haushaltsbuch oder einer Haushaltsbuch App die eigenen Ausgaben kontrollieren

Zugegeben: Das Führen eines Haushaltsbuches egal in welcher Form, erfordert durchaus ein bestimmtes Quantum an Disziplin, die zeitnahe Fortschreibung der Eintragungen sind eine weitere gute Voraussetzung für die Einhaltung der Übersicht. Schritt 2: Die Entscheidung zur Führung eines Haushaltsbuches fällt zunächst zwischen den Varianten „Block, Kugelschreiber und Taschenrechner“ oder einer „elektronischen Variante“ wie der Haushaltsbuch App. Entsprechende Vorlagen können übrigens im Internet meist kostenlos downgeloadet werden.

Haushaltsbuch Vorlage als pdf

Haushaltsbuch Vorlage als Excel

Ansonsten hält der (Buch-)Fachhandel entsprechende Angebote bereit. Wichtig ist stets ein ausreichender Platz für die Eintragungen und die Unterteilung in die verschiedenen Ausgabenbereiche.

Haushaltsbuch Tipp: In diesem Video auf Youtube zeigt ein User wie man ein Haushaltsbuch mit Excel oder open Office anlegt und führt.

 

Das Haushaltsbuch führen – Die Einnahmen und Ausgaben genau spezifizieren

Einnahmen und Ausgaben in der App

 

 

 

 

 

 

Zur Einnahmenseite zählen unter anderem Löhne oder Gehälter, Kindergeld, Weihnachts- und Urlaubsgeld, aber auch Zinsgutschriften aus Geldanlage(n) oder etwa erwirtschaftetes Bargeld, etwa als Geburtstagsgeschenk oder aus Flohmarktverkäufen u.v.m.

Etwas umfangreicher gestaltet sich die Organisation der Ausgaben. Immer wiederkehrende Eintragungen entstehen etwa durch Miete, Mitnebenkosten (Strom, Wasser, Heizung etc.), fällige Versicherungsbeiträge oder Rückzahlungen für Kredite, Ausgaben für Kommunikation (Telefon, Handy, GEZ etc.) oder durch laufende Kindergartenbeiträge. Hierbei helfen die Kontoauszüge, aus denen sich z.B. Quartalszahlungen ablesen und auf einen Monatsbetrag runterbrechen lassen. Durch eine einfache Subtraktion von Einkommen und festen Ausgaben kann nun das verbleibende und somit zur Verfügung stehende Monatsbudget genau benannt werden. Der Anfang ist geschafft, jetzt müssen die laufenden und veränderlichen Ausgaben erfasst werden, die sich aus der eigenen Lebensführung ergeben. Festzuhalten wären also die Einkäufe, etwa im Lebensmittelhandel, die Ausgaben für Hygieneartikel und Freizeitaktivitäten wie Kino, Theater oder Musical, die Fahrt zur Tankstelle oder etwa der Besuch in der Bücherei. Und auch das Haustier zehrt vom Budget, die Kinder benötigen nicht nur Taschengeld und die Blumen für den heimischen Garten wollen auch bezahlt werden.

Ob Singlehaushalt, Zweierbeziehung oder mehrköpfige Familie – um die ordentliche Haushaltsbuchführung nicht lückenhaft zu bewerkstelligen, gehört das Sammeln der i.d.R. täglich anfallenden Quittungen zum absoluten Muss. Und darin eingebunden werden müssen im besten Falle auch der Partner und/oder die Kinder. Wer die bereits erwähnte Energie und Disziplin an den Tag legt, wird kaum größere Probleme haben, die haushaltstechnische Buchführung noch vor dem bevorstehenden und verdienten Feierabend auf den Tagesbestand zu bringen.

Neuer Trend: Öko-Haushaltsbuch unterstützt Nachhaltigkeit

Das wichtige Thema Ökologie, das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt tatsächlich die „Lehre vom Haushalt“, wird in immer mehr privaten Haushalten ernst genommen, das Umweltbewusstsein nimmt zu, gefragt ist nachhaltiges Wirtschaften im Alltag. Der Markt hat bereits reagiert, stellt mittlerweile entsprechende „Öko-Haushaltsplaner“ bereit. Die Beschäftigung mit umweltschonendem Verhalten kann im Laufe der Zeit zu einer durchaus bemerkenswerten Reduzierung der Haushaltskosten führen. Tipps und Ratschläge gibt es z.B. aus Saison-Kalendern für Lebensmittel, Obst und Gemüse. Im Internet findet man umfangreiche und qualifizierte Informationen über wichtige Umwelt- und Bio-Siegel, zu Themen wie CO-2 Klassifizierungen bei Haushaltsgeräten wie Kühl- oder Gefrierschrank, Waschmaschine und Trockner, aber auch zu innovativen Heizungsssstemen. Auch wenn Investitionen in den Gerätepark des Haushalts bedeuten, stimmt hinterher nicht nur die Ökobilanz, sondern auch die Frage nach der Amortisierung der Ausgaben dürfte schnell zu positiven Antworten führen. Zudem hilft das Öko-Haushaltsbuch bei der erforderlichen Budgetplanung solcher Anschaffungen, die der Kernaussage folgen: „Der Umwelt zuliebe!“

Tipp: Eine Haushaltsbuch App für die ganze Familie

Selbst Kids lassen sich heute relativ einfach und schnell an die Haushaltsbuchführung heranführen. Aus dem Haushaltsbuch wird für sie der Taschengeldplaner, um sich die Thematik vom Planen und Sparen zu verinnerlichen. Auf der Einnahmenseite sollte allerdings ein dem Alter angemessenes Taschengeld stehen, der Rest erledigt eine innovative App, die sich kostenlos downloaden lässt. Ist sie erst einmal installiert, lässt der Taschengeldplaner im Offline-Betrieb bedienen, wobei die eingetragenen Daten auch ausnahmslos auf dem Handy selbst gespeichert werden. Auf diese Weise lassen sich kleine und große Wünsche aufnehmen und mit Unterstützung eines Finanzcheckers auch budgetieren und nach und nach realisieren. Auch für Kinder heißt die Devise: „Der richtige Umgeld mit Geld will früh gelernt sein!“

Wichtig: Das Haushaltsbuch richtig interpretieren

Eines sei vorweg gesagt. Experten haben herausgefunden, dass Menschen, die konsequent ein Haushaltsbuch führen und auswerten, ihr Verhalten im Einnahmen- und Ausgabenbereich relativ schnell und zu ihren Gunsten ändern. Diese Erkenntnis manifestiert sich beispielsweise in einem preisbewussteren Einkaufsverhalten, oder einem deutlich gesteigerten Sparwillen. Hat man die Hemmschwelle zur Haushaltsbuchführung erst einmal überwunden, trägt es mittel- oder langfristig dazu bei, seine finanziellen Ziele einzuhalten. Es hilft bei der Vermeidung ungeplanter Kontoüberziehungen und im Ergebnis ergibt sich zumeist eine überschaubare Finanz- und Vermögensplanung.

Bei der möglichst fortlaufenden Bilanzierung der Einnahmen und Ausgaben von im Haushaltsbuch erfassten Daten geht es primär natürlich um die Feststellung, ob sich größere Differenzen aus den Posten ablesen lassen. Negativ wäre, wenn die monatlichen Ausgaben die anfänglich notierten Einnahmen ständig überschreiten, was in der Konseqenz tiefe Löcher ins Haushaltsbudget reißen dürfte. Nicht weniger wichtig ist es, die Ergebnisse mit denen aus dem Vormonat oder gar den Vormonaten zu vergleichen und sich die Frage zu beantworten, in welchen Bereichen sich die Kosten minimiert oder erhöht haben. Im Laufe der Zeit lassen sich somit die Bildung einer „eisernen Reserve“ oder zwingend notwendige Rücklagen für anstehende Anschaffungen planen.

Mit etwas „Routine“ können die einzelnen Posten des Haushaltsbuches schnell überblickt und interpretiert werden. Ist etwa ein Budget aus dem Ruder gelaufen? Gab es Spointankäufe, die man hätte vermeiden können? Ist die Bildung von Rücklagen etwa zu hoch angesetzt? Die ehrliche Beantwortung solcher Fragen führt meist dazu, sich selbst zu displinieren und in der Folge wirksamer zu sparen. Und dies gilt unter anderem bei der Beurteilung der monatlichen variablen Kosten, auch als „weiche Budegts“ bezeichnet. Gemeint sind damit jene Ausgaben, die sich als „nicht unbedingt notwendig“ identifizieren lassen. Meist betreffen sie die Bereiche Vergnügen, Außer-Haus-Essen bzw. Unterhaltung.

Unser Fazit:

Wer ein klasssiches Haushaltsbuch oder eine Haushaltsbuch App führt, gewinnt mit der Zeit einen umfassenden und realistischen Überblick über die eigenen Finanzen. Durch Vergleiche und Analysen ergeben sich zudem in aller Regel interessante Einsparpotentiale, die sich konsequent nutzen lassen. Der Zeitaufwand hält sich in überschaubaren Grenzen, die Ergebnisse jedoch schlagen sich positiv auf der Kosten- und Nutzungsebene nieder.

Nach und nach dürften sich elektronische Haushaltsbücher wie beispielsweise eine Haushaltsbuch App durchsetzen. Sie entsprechen dem heutigen Zeitgeist, lassen sich an Mac und PCs oder auf Tabletcomputern sowie Smartphones Plattformunabhängig einsetzen. Zudem können sie mit weiteren Apps ergänzt werden, lassen sich meist ortsunabhängig und von mehreren Personen nutzen. Sie erweisen sich dann als flexible Instrumente einer modernen, innovativen Haushaltsführung. Unsere Empfehlung ist daher ganz klar das führen eines Haushaltsbuches als Haushaltsbuch App.

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